Check
Eine Heizungsanlage steht zur Erneuerung an, Dach oder Fassade zeigen Mängel oder ein Betreiber benötigt einen Überblick über sein Gebäude. In allen Fällen stellt sich zunächst die Frage, was anhand der vorhandenen Unterlagen bereits beurteilt werden kann und wo eine genauere Untersuchung notwendig ist.
BENDES bietet dafür zwei Einstiegswege: den anlassbezogenen Check für eine konkrete technische oder bauliche Frage und den strukturierten Gebäude-Bestands-Check für die Erfassung eines einzelnen Gebäudes. Beide liefern eine dokumentierte Ausgangslage und helfen, weitere Untersuchungen und Planungsaufträge gezielt festzulegen.
Anlassbezogener CheckBestands-CheckPrüfablaufUnterlagenWas der Check nicht ersetzt
Einstieg A
A · Anlassbezogener Check – eine konkrete Frage klären
Der anlassbezogene Check konzentriert sich auf ein definiertes Bauteil, eine technische Anlage oder eine bevorstehende Entscheidung. Er eignet sich beispielsweise, wenn ein Wärmepumpenangebot auf Plausibilität geprüft, ein erhöhter Wärmeverbrauch eingeordnet oder die nächste Untersuchung vor einer Dachsanierung bestimmt werden soll.
Wir werten die für diese Frage relevanten Angaben aus und prüfen, welche technischen Schlussfolgerungen zulässig sind. Fehlen entscheidende Informationen, benennen wir gezielt die erforderlichen Nachweise. Eine pauschale Aussage zur Eignung eines Systems ersetzt dabei keine Heizlastberechnung oder detaillierte Fachplanung.
Ergebnis: schriftliche Einordnung mit Befunden, offenen Punkten und einer Empfehlung für den nächsten fachlichen Schritt.

Einstieg B
B · Gebäude-Bestands-Check – einen systematischen Überblick schaffen
Der strukturierte Bestands-Check betrachtet das Gebäude mit seinen wesentlichen Bauteilen, technischen Anlagen, bekannten Instandsetzungen, dokumentierten Schäden und Betriebsinformationen. Er eignet sich für Kommunen, WEGs und andere Bestandshalter, die ein Objekt vorausschauend entwickeln oder in eine größere Portfoliobetrachtung einordnen möchten.
Die Informationen werden in einer vergleichbaren Struktur erfasst. Soweit vorhanden, gehören dazu Angaben zu Nutzung, Gebäudehülle, Wärme- und Warmwasserversorgung, Lüftung, elektrischen Anlagen, Verbrauch und geplanten Veränderungen. Die Auswahl richtet sich nach Objekt und Auftrag; nicht alle denkbaren Datenfelder sind im Grundumfang zu erheben.
Ergebnis: Gebäude-Steckbrief mit Angaben zu Zustand, bekannten Auffälligkeiten, Datenherkunft, Informationslücken und dem priorisierten Untersuchungsbedarf.
Der Bestands-Check ist keine vollständige bautechnische Begutachtung und keine Zusicherung der Mängelfreiheit nicht untersuchter Bereiche.

Vorgehen
Unser Prüfablauf

01
Aufgabe und Systemgrenze bestimmen
Wir klären, welche Entscheidung ansteht, welche Gebäudeteile und Anlagen betroffen sind und welche Genauigkeit benötigt wird. Ein Wärmeerzeuger-Check hat andere Grenzen als die strukturierte Aufnahme eines gesamten Mehrfamilienhauses.

02
Informationen erfassen und zuordnen
Wir sichten geeignete Bestandspläne, Datenblätter, Verbrauchsabrechnungen, Wartungsberichte, Schadenshinweise, Fotos und frühere Untersuchungen. Angaben werden soweit möglich den relevanten Bauteilen, Anlagen und Nutzungsbereichen zugeordnet. Je nach Auftrag kann eine Begehung vereinbart werden.

03
Plausibilität und Handlungsbedarf prüfen
Wir unterscheiden dokumentierte Tatsachen, Messungen, Berechnungsergebnisse, Annahmen und offene Fragen. Widersprüche werden sichtbar gemacht. Auffällige Verbrauchskennwerte oder Anlagenalter sind Anlass zur Prüfung, aber für sich genommen kein Nachweis eines Defekts oder einer bestimmten Einsparwirkung.

04
Nächsten Schritt begründen
Wir beurteilen, ob die vorhandenen Informationen für eine begrenzte Maßnahme genügen oder welche vertiefende Untersuchung notwendig ist. Das kann eine bauphysikalische Prüfung, eine Heizlastberechnung, die Untersuchung der Hydraulik, eine Messung, eine Wirtschaftlichkeitsanalyse oder eine konkrete Planungsleistung sein.
Ergebnisse
Welche Unterlagen erhält der Auftraggeber?

Unterlage
Prüfauftrag und Untersuchungsgrenze
Welche Frage wurde anhand welcher Unterlagen untersucht?

Unterlage
Befund- beziehungsweise Objektübersicht
Was wurde festgestellt und auf welcher Informationsgrundlage?

Unterlage
Daten- und Nachweislücken
Welche Informationen fehlen und wofür werden sie benötigt?

Unterlage
Empfehlung
Welche unmittelbaren Prüfungen, Maßnahmen oder Planungsaufträge ergeben sich daraus?
Die konkrete Form des Berichts – etwa kompakter Prüfvermerk oder Gebäude-Steckbrief – sowie Ergebnisbesprechung und Begehung werden im Angebot vereinbart.
Wie es weitergeht
Wenn die erste Prüfung nicht ausreicht
Ein Bestands-Check liefert die Grundlage für die nächste Untersuchung, nicht automatisch deren Ergebnis. Beispielsweise kann eine Wärmepumpe erst dann geeignet dimensioniert werden, wenn die erforderlichen Last- und Systemdaten vorliegen. Auch eine Fassadensanierung erfordert gegebenenfalls genauere konstruktive und bauphysikalische Untersuchungen.
In einer vertiefenden Analyse ergänzen wir gezielt Berechnungen, Messungen und Varianten. Vorhandene Daten bleiben dabei nutzbar, soweit sie plausibel und aktuell sind. Die Ergebnisse werden anschließend für eine konkrete Investitions- oder Planungsentscheidung aufbereitet.
Abgrenzung
Was der Check nicht ersetzt
Ohne gesonderten Auftrag gehören umfassende Bauzustands- und Schadensgutachten, Brandschutz- und Tragwerksprüfungen, Bauteilöffnungen, normgerechte Heizlast- oder Energiebedarfsberechnungen, vollständige Varianten- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, Fördermittelanträge sowie Gebäude- und Fachplanung nicht zum Check. Hinweise auf akute Gefahren oder erhebliche Schäden werden kenntlich gemacht und einer zuständigen fachlichen Prüfung zugeführt.
Zielgruppen
Für wen ist diese Leistung gedacht?
Für einzelne kommunale Liegenschaften, Mehrfamilienhäuser und WEGs, Kliniken und Pflegeeinrichtungen, Sportstätten und Vereinsgebäude sowie andere private oder gewerbliche Bestandsgebäude. Die Prüfschwerpunkte richten sich nach Nutzung, technischer Ausstattung und Auftrag.
Vertiefung in Aktuelles: Wärmepumpenangebot prüfen · Heizlast & Heizflächen · Energieaudit: Von Verbrauchsdaten zu Maßnahmen
Analyse und Planung
Von der Untersuchung zur Planung
Untersuchung und Planung gehören bei BENDES zusammen: Wir bewerten Bestand und Möglichkeiten, entwickeln die ausgewählte Lösung und führen sie bei entsprechender Beauftragung bis zur konkreten Gebäude- und Fachplanung weiter.

01 · Check
Ausgangslage und Untersuchungsbedarf klären
Ein anlassbezogener Check betrifft eine konkrete Frage, etwa die Eignung einer Heizungsvariante oder einen auffälligen Anlagenbetrieb. Ein strukturierter Bestands-Check betrachtet dagegen die wesentlichen Bauteile, technischen Anlagen und bekannten Mängel eines Gebäudes.
Ergebnis: dokumentierte Ausgangslage, erkennbare Befunde, offene Fragen und ein begründeter nächster Untersuchungs- oder Planungsschritt.

02 · Voruntersuchung
Zusammenhänge und Alternativen untersuchen
Erfordern die Entscheidungen vertiefte Nachweise, ergänzen wir Bestandsaufnahme, Berechnungen, Messungen und Variantenvergleiche. Technische Voraussetzungen, Auswirkungen auf Nutzung und Gebäude sowie Kosten und Abhängigkeiten werden in der vereinbarten Genauigkeit bewertet.
Ergebnis: technische Handlungsoptionen mit dokumentierter Daten- und Berechnungsgrundlage, Kosten- und Wirkungsannahmen und einer Empfehlung für die weitere Planung.

03 · Planung und Begleitung
Die ausgewählte Lösung ausarbeiten
Ist die Entscheidung getroffen, entstehen aus der Voruntersuchung konkrete Gebäude- oder Fachplanungsaufträge. Umfang und Leistungsphasen werden projektbezogen vereinbart. Wo erforderlich, schließen sich Ausschreibung, Ausführungsbegleitung, Inbetriebnahme und Betriebsprüfung an.
Ergebnis: projektbezogene Planungsunterlagen und die vereinbarten Leistungen zur Umsetzung.
Mit einer konkreten Frage beginnen
Sie müssen vor einer Anfrage keine vollständige Gebäudedokumentation erstellen. Beschreiben Sie das Objekt, die zu klärende Frage und die verfügbaren Unterlagen. Wir legen fest, welcher der beiden Checks passt und was die Bearbeitung umfasst.
Objektcheck
Gebäude- und Anlagen-Check anfragen
Sie müssen vor einer Anfrage keine vollständige Gebäudedokumentation erstellen. Beschreiben Sie das Objekt, die zu klärende Frage und die verfügbaren Unterlagen.
Wir legen fest, welcher der beiden Checks passt und was die Bearbeitung umfasst.

